In Ruhe und mit allen Sinnen genießen

Obermühle Görlitz präsentiert sich schöner als je zuvor

Die Bilder des Jahrhunderthochwassers an der Neiße gingen im August durch ganz Deutschland. Mittendrin in den Fluten stand auch die Görlitzer Obermühle. „Viele Gäste haben uns persönlich, per Brief oder E-Mail Mut zugesprochen und uns die Kraft gewünscht, diese schwere Zeit zu überstehen“, erklärt Mühlenwirtin Susanne Daubner. Für sie und ihr Team gab es nie einen Zweifel daran, dass es in der Obermühle weitergehen wird.

Und tatsächlich: Nach der Sanierung präsentiert sich die Görlitzer Obermühle schöner als je zuvor. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, um unser Ambiente zu erneuern und noch ansprechender zu gestalten“, berichtet die Wirtin.

Geblieben ist die hochwertige, auf Zutaten von regionalen Produzenten beruhende Küche. „Wir haben im letzten Jahr das Bio-Zertifikat erhalten, die meisten unserer Lieferanten besitzen es ebenfalls oder bemühen sich darum“, so Susanne Daubner. Zu den Spezialitäten des Hauses in Bio-Qualität zählen beispielsweise Rippchen auf Kartoffelbrei mit Sauerkraut oder Gemüsepalatschinken mit Äpfeln und Birnen von Opas Streuobstwiese. Auf Anfrage bereitet das Team der Obermühle laktose- und glutenfreie Speisen.

Entscheidend ist beim Genießen jedoch nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wie“. Susanne Daubner und ihr Team haben sich der „Slow Food“-Philosophie verschrieben – dem bewussten „das-Essen-auf-der-Zunge-zergehen-lassen“ ohne Hast und Eile. Nur so bekommt der natürliche Geschmack der Speisen die Möglichkeit, sich optimal zu entfalten. Dazu passt ein „Ghost“ – das süffige kupferfarbene Hausbier aus der eigenen Brauerei, das die Gäste im Rahmen eines Erlebniswochenendes unter fachlich-fröhlicher Anleitung selbst brauen können. Davon begeistert zeigte sich auch Fernsehkoch Johann Lafer, der für die Sendung „Lafers leckerer Osten“ in der Obermühle Station machte und (nicht nur) die Bierspezialität ausgiebig kostete. Zum Erlebniswochenende gehört außerdem die Bootspartie auf eine kleine Insel in der Weinlache, einem Nebenarm der Neiße, mit anschließendem Brunch. Radtouristen können die „schwimmende Brücke“ an der Obermühle für eine erholsame Runde auf der deutschen und polnischen Neißeseite nutzen (der Neißeradweg ist um Görlitz wieder uneingeschränkt befahrbar).

Als „Genussmühle“ lädt die Obermühle im 2. Quartal (genauer Termin auf Anfrage) auch 2011 wieder zum traditionellen 8-Gänge-Menü ein, wobei ein Teil der Karten diesmal für die zahlreichen Hochwasserhelfer reserviert ist. Dabei zeigen Susanne Daubners Söhne Falk und Jörg wieder, wie sie ihre Kochkünste in der Fremde verfeinert und vervollkommnet haben.

(erschienen im „Ferienmagazin Oberlausitz“, Ausgabe 2011)

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