Warum Teams scheitern und was Netzwerke leisten

„Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.“ Nach diesem Motto laufen viele Teamgründungen ab. Ein Problem oder eine Arbeitsaufgabe wurde identifiziert – zu groß und zu komplex, als dass es ein Mitarbeiter oder eine Abteilung allein bewältigen könnte. Also schnell auf die Personalliste geschaut – wer könnte gerade freie Kapazitäten haben? Und schon ist ein neues Team geboren.

So weit, so gut. Schließlich gelten Teams als unfehlbare Allzweckwaffe, wenn es gilt, Probleme oder komplexe Arbeitsaufgaben zu lösen. Und tatsächlich – „zweifellos ist es angebracht, Teams zielgerichtet einzusetzen, wenn verschiedene Kompetenzen benötigt werden“, so Managementtrainerin und Autorin Dr. Susanne Klein aus Bonn in ihrem Buch „Trainer-Netzwerke.“(*) Doch wer findet sich zumeist in solchen Teams? Nicht etwa die für die jeweilige Aufgabe am besten geeigneten Köpfe, sondern Mitarbeiter, die gerade Zeit haben oder aus einer bestimmten Abteilung kommen.

Teamarbeit als Abseitsfalle

Gerade in „kreativen“ Branchen kann sich Teamarbeit schnell als Abseitsfalle entpuppen. Jedes Teammitglied versucht, seine Kreativität auszuleben, den Arbeitsabläufen in der Gruppe seinen individuellen Stempel aufzudrücken. Die Folge: Es herrscht Uneinigkeit über die internen Prozesse im Team. Das Team ist vorrangig mit sich selbst beschäftigt und vernachlässigt seine eigentliche Aufgabe. Hinzu kommt, dass die einzelnen Mitglieder ihre Zeit und Kraft höchst unterschiedlich investieren. Schnell sind zwei, drei „Zugpferde“ gefunden, die „freiwillig mehr Arbeit übernehmen, weil es ihnen sonst zu langsam geht oder langweilig wird. Bemerken sie allerdings, dass ihr Engagement ausgenutzt wird, reagieren sie demotiviert.“ (*) Selbst langjährige und erfolgreich etablierte Teams sind nicht frei von Risiken: Sie verlieren an Flexibilität, büßen die Fähigkeit ein, auf sich verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren. „Diese Teams haben die unschlagbare Fähigkeit, Probleme so umzudefinieren, dass sie zu ihren bewährten Lösungsstrategien passen“, meint Dr. Susanne Klein. (*) Nur die Kunden sind davon nicht immer begeistert …

Was Netzwerke besser können …

Dies alles sind Faktoren, die oft zum Scheitern von Teams führen. Die Komplexität des Marktes erfordert flexible, kreative und schnelle Antworten. Für diese eignen sich intelligente Netzwerke am ehesten. „Netzwerke knüpfen heißt, Kontakte zu pflegen, bevor man sie braucht“, meint Marko Schimke, Geschäftsführer des adiungere Businessclub. Jeder Mensch verfügt – ob es ihm bewusst ist oder nicht – im privaten Bereich über ein Netzwerk – Verwandte, Freunde, Bekannte, auch Arbeitskollegen können dazu zählen … Eine neue Garderobe ist aufzubauen – der Schwager kennt sich damit aus. Der PC macht verdächtige Geräusche? Ein Freund arbeitet in der Branche und kann mal nachsehen. Eine Frage zur aktuellen Steuererklärung? Katrin hat das schon mal gemacht …

Jeder Mensch verfügt – ob es ihm bewusst ist oder nicht – im privaten Bereich über ein Netzwerk

So ähnlich funktionieren Netzwerke auch im Geschäftsleben. Sie entstehen aus losen Kontakten und können für Projekte in unterschiedlicher Zusammensetzung aktiviert werden. Auf je mehr Partner ich zurückgreifen kann, desto größer ist die Fülle der Kompetenzen, die „mein“ Netzwerk abzudecken in der Lage ist. Überzeugte „Networker“ investieren daher viel Kraft und Zeit in Aufbau und Pflege ihrer Netzwerke. Im adiungere Bussinessclub besteht die Möglichkeit, auf ein bereits existierendes Netzwerk mit vielen Facetten zurückzugreifen und die eigenen Kompetenzen in dieses einzubringen.

Wettbewerber als potenzielle Partner

Selbst Wettbewerber können Bestandteil des Netzwerkes sein – wenn die Summe der Aufgaben die eigenen Kapazitäten übersteigt. Netzwerke haben viele Vorteile gegenüber „festen“ Teams: Sie können perfekt auf die Anforderungen verschiedener Projekte angepasst werden – abhängig nur von der Kompetenz der Beteiligten, nicht jedoch von persönlichen Sympathien oder Rücksichtnahmen. Netzwerke verändern sich ständig und laufen daher nicht Gefahr, in die „Routinefalle“ zu treten. „Innovative, einzigartige Problemlösungen bedürfen externer Impulse durch lose Netzwerkpartner“, meint auch Dr. Susanne Klein. (*)

Die Arbeit in Netzwerken bedarf allerdings auch der Abkehr von manch eingefahrenen Denkmustern. Sie verträgt sich nicht mit einer Auffassung, die in Wettbewerbern in erster Linie „Konkurrenten“, nicht jedoch potenzielle Partner sieht. „Networken“ bedeutet auch, Macht und Einfluss abzugeben. Gleichheit, Freiwilligkeit und Offenheit sind die Kennzeichen von Netzwerken. Die Arbeit mit gleich berechtigten, motivierten und kompetenten Partnern sollte – falls nötig – dafür hinreichend entschädigen …

Alle mit (*) gekennzeichneten Zitate aus: Susanne Klein/Hans Olbert, „Trainer-Netzwerke“, managerSeminare Verlags GmbH Bonn, ISBN: 3-936075-31-X

(PR-Text für adiungere Group, 2011)

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